Telefonische Erreichbarkeit verbessern und verpasste Anrufe verringern
Anrufe gehen aus Alltagsgründen verloren: Die Leitung ist besetzt, das Team macht Mittagspause, der Inhaber ist beim Kunden. Hier findest du neun Wege dagegen, ein Erfassungsblatt zum Zählen und eine Formel für den Wert verpasster Anrufe.
Von Jonas Meyer · Entwicklung, quoroAI GmbH
Veröffentlicht am · Stand:
Telefonische Erreichbarkeit heißt: Ein Anrufer erreicht zu den angekündigten Zeiten einen Menschen und findet sonst einen klaren Ersatzweg, etwa eine Ansage mit zweitem Kontaktweg. Du wirst nie jeden Anruf annehmen können. Die Zahl der verlorenen Anrufe lässt sich aber senken: Zähle eine Woche lang, wo und wann Anrufe ausfallen, und wähle dann den Weg, der zu Betrieb und Budget passt.
Warum Betriebe telefonisch nicht erreichbar sind
Zu welchen Uhrzeiten Anrufe ausfallen, verrät dir, welche dieser sieben Ursachen bei dir zutrifft.
| Ursache | Woran du sie erkennst | Erste Gegenmaßnahme |
|---|---|---|
| Leitung besetzt | Anrufe fallen aus, während ein anderes Gespräch läuft. | Umleitung bei Besetzt auf ein zweites Telefon. |
| Hände nicht frei | Anrufe fallen während Baustelle, Werkstattarbeit oder Kundentermin aus. | Feste Rückrufzeiten, Umleitung auf eine Vertretung. |
| Pause und Feierabend | Verpasste Anrufe häufen sich mittags und kurz nach Dienstschluss. | Umleitung nach Zeitplan, Ansage mit Zeiten. |
| Urlaub und Krankheit | Ganze Tage ohne angenommenen Anruf. | Vertretung oder Umleitung, dazu ein Kalendertermin zum Zurückstellen. |
| Telefon klingelt am falschen Ort | Jemand ist im Haus, hört das Klingeln aber nicht. | Testanruf von außen, Klingelton und Gruppenruf prüfen. |
| Nachricht bleibt liegen | Die Mailbox wird selten abgehört, Rückrufe kommen nach Tagen. | Feste Abhörzeiten und eine zuständige Person. |
| Veraltete Einstellungen | Eine Umleitung vom Urlaub läuft noch, Zeiten auf Website und Ansage unterscheiden sich. | Einstellungen prüfen und Zeiten angleichen. |
Nicht jeder verpasste Anruf ist ein verlorener Kunde. Manche Anrufer versuchen es später noch einmal, andere rufen den nächsten Betrieb an. Wie groß der Anteil bei dir ist, weißt du erst nach dem Zählen. Pauschale Zahlen aus Studien helfen dabei kaum, denn Branche, Region und Anliegen verschieben den Anteil. Deshalb gibt es weiter unten ein Erfassungsblatt und eine Formel für deine eigenen Zahlen.
Neun Wege, die telefonische Erreichbarkeit zu verbessern
Du kannst die Wege kombinieren, zum Beispiel feste Telefonzeiten mit einer Umleitung und einer Rückrufliste. Welcher Weg bei dir am meisten bringt, zeigt erst die Zählung weiter unten.
| Weg | Aufwand | Kosten | Grenze |
|---|---|---|---|
| Feste Telefonzeiten | Gering: Zeiten festlegen und überall gleich angeben. | Keine. | Wirkt nur, wenn zu diesen Zeiten wirklich jemand am Telefon sitzt. Außerhalb dieser Zeiten bleibt der Anruf unbeantwortet. |
| Rufumleitung | Gering bis mittel: einrichten und aktuell halten. | Je nach Anschluss. Die umgeleitete Verbindung kann zusätzlich kosten. | Am Ziel muss jemand abnehmen, sonst greift dessen Mailbox oder der Anruf läuft ins Leere. |
| Gruppenruf und Vertretung | Mittel: Telefonanlage oder Rufgruppe, dazu ein Vertretungsplan. | Je nach Anlage und Zahl der Teilnehmer. | Hilft nur, wenn mehr als eine Person ans Telefon kann. |
| Mailbox mit klarer Ansage | Gering: Ansage aufnehmen, Abhörzeiten festlegen. | Je nach Anschluss enthalten oder gegen Aufpreis, beim Anbieter prüfen. | Die Mailbox fragt nicht nach. Manche Anrufer legen auf, und jede Nachricht braucht einen Menschen, der sie abhört. |
| Rückrufliste mit festen Rückrufzeiten | Gering bis mittel: Liste führen, Zuständigkeit klären. | Keine, nur Arbeitszeit. | Der Rückruf kommt später. Bis dahin kann der Anrufer einen anderen Betrieb gefunden haben. |
| Telefonkraft oder Aushilfe | Hoch: suchen, einarbeiten, Urlaub und Krankheit vertreten. | Lohn- und Nebenkosten. | Nur zu den Arbeitszeiten der Person. Mehrere Anrufe gleichzeitig bleiben ein Thema. |
| Telefonservice | Mittel: Anbieter wählen, Briefing schreiben, Übergabe festlegen. | Je Anruf, je Minute oder als Pauschale. | Der Dienst kennt deinen Betrieb nur so gut, wie dein Briefing ihn beschreibt. Laufzeit und Abrechnung vorher prüfen. |
| KI-Telefonassistent | Mittel: Wir richten ihn ein, du gibst Wissen und Regeln frei und testest mit. | Tarif Start: 99 € netto im Monat, monatlich kündbar. Einrichtung durch uns: immer 0 €. | Im Tarif Start bis zu 2 Gespräche gleichzeitig, im Tarif Team bis zu 5. Er sagt nur zu, was du freigibst. Mehr dazu im Abschnitt „Was der Assistent am Telefon macht und was nicht“. |
| Online-Kontaktwege | Mittel: Formular oder Online-Terminbuchung einrichten. | Je nach Werkzeug. | Entlastet das Telefon, ersetzt es aber nicht. Wer anrufen will, nutzt das Formular nicht automatisch. |
Rufumleitung: Varianten und typische Fehler
Je nach Anschluss und Anlage leitest du Anrufe sofort, bei Besetzt, nach einer Wartezeit oder nach Zeitplan um. Welche Varianten dein Anschluss bietet, erfährst du bei deinem Telefonanbieter oder in der Anleitung der Anlage. Für die FRITZ!Box beschreibt der Ratgeber Rufumleitung an der FRITZ!Box einrichten die Schritte. Im Alltag hakt es an fünf Stellen:
- Das Ziel ist besetzt oder nicht erreichbar. Dann landet der Anrufer womöglich in einer Mailbox, die den Namen deines Betriebs nicht nennt.
- Die Umleitung läuft nach dem Urlaub weiter. Trage dir den Tag zum Zurückstellen in den Kalender ein.
- Bei manchen Umleitungen erscheint am Ziel nicht die Nummer des Anrufers, und dir fehlt die Rückrufnummer. Teste das mit einem Anruf von einem zweiten Handy.
- Zwei Umleitungen schicken den Anruf im Kreis, etwa Büro auf Handy und Handy auf Büro. Rufe nach jeder Änderung einmal an.
- Die umgeleitete Verbindung kann Geld kosten. Frage vor dem Start, was sie bei deinem Anbieter kostet.
Mailbox und Rückrufliste im Alltag
Eine Mailbox hilft nur, wenn jemand sie abhört und zurückruft. Lege fest, wer das macht und wann, zum Beispiel zu zwei festen Zeiten am Tag. Setze dir eine Frist, die dein Team einhalten kann, etwa „am selben Werktag“, und rufe neue Anfragen zuerst zurück.
Die Ansage deiner Mailbox nennt den Betrieb, den Grund, eine klare Bitte und, wenn es ihn gibt, einen zweiten Kontaktweg wie das Formular auf deiner Website oder die Nummer des Bereitschaftsdienstes. Fertige Texte findest du in den Vorlagen für die Anrufbeantworter-Ansage.
Für die Rückrufliste reicht ein Blatt mit Datum, Uhrzeit, Anliegen, Rückrufnummer und einem Haken für erledigt. Zum Ausdrucken gibt es die Telefonnotiz-Vorlage.
Gruppenruf, Telefonkraft und Telefonservice
Ein Gruppenruf lässt mehrere Telefone gleichzeitig oder nacheinander klingeln. Er hilft, wenn mindestens zwei Menschen im Betrieb ans Telefon können. Eine Telefonkraft oder ein Telefonservice lohnt sich, wenn deine Zählung zeigt, dass regelmäßig neue Anfragen in Zeiten fallen, in denen niemand im Betrieb abnehmen kann. Was ein Telefonservice kostet, steht mit Beispielen im Kostenvergleich von Telefonservice und KI-Telefonassistent.
Verpasste Anrufe zählen mit dem Erfassungsblatt
Ohne Zahlen rätst du, welcher Weg zu dir passt. Das Erfassungsblatt hält eine Woche lang fest, wann welche Anrufe niemand angenommen hat und was daraus wurde. Namen und Rufnummern gehören nicht auf das Blatt. Für den Rückruf nutzt du die Anrufliste und die Mailbox.
Wähle eine normale Woche
Fünf Werktage am Stück, nicht in den Ferien und nicht in einer Woche mit Feiertag.
Bestimme, wer einträgt
Eine Person führt das Blatt. Drucke es aus (das PDF steht unter der Vorlage) oder kopiere die Vorlage in eine Tabelle.
Prüfe deine Anrufliste
Ob Anrufe bei besetzter Leitung dort erscheinen, hängt von Anschluss und Telefon ab. Rufe dich von einem zweiten Handy an, während du telefonierst, und sieh nach, ob ein Eintrag entsteht. Fehlt er, zeigt die Liste weniger verpasste Anrufe, als es tatsächlich gab.
Trage morgens und abends ein
Quellen sind die Anrufliste, die Mailbox und die Notizen deines Teams. Eine Zeile je Anruf, den niemand angenommen hat.
Rufe zurück und frage nach
Frage kurz, ob das Anliegen noch offen ist. Die Antwort „schon woanders erledigt“ zeigt dir, wie viele Anrufer verloren gingen. Trage Antwort und Ergebnis ein. Unbekannte Nummern, die nur kurz geklingelt haben, rufst du nicht sofort zurück (Hinweis unter der Vorlage).
Vorlage
Erfassungsblatt: Verpasste Anrufe eine Woche zählen
Zum Ausdrucken gibt es dieselbe Vorlage als PDF mit Tabelle und Auswertungsseite, DIN A4, zwei Seiten.
Rufe unbekannte Nummern, die nur kurz geklingelt und keine Nachricht hinterlassen haben, nicht sofort zurück, vor allem keine Auslandsnummern. Es kann ein Lock-Anruf sein, der einen Rückruf auf eine teure Rufnummer provozieren soll. Trage solche Anrufe als sonstigen Anruf (S) ein.
- Bundesnetzagentur: Ping/Lock-Anrufe (öffnet in neuem Tab) · Abruf: 21.10.2026
Beispiel eines ausgefüllten Erfassungsblatts
Fiktives Beispiel mit angenommenen Zahlen. Es stammt nicht aus einem echten Betrieb.
Ein Elektrobetrieb hat einen Inhaber, zwei Monteure und eine Bürokraft, die vormittags im Büro sitzt. In der Beispielwoche stehen 18 Zeilen auf dem Blatt.
| Grund | Anrufe | Was dagegen hilft |
|---|---|---|
| Leitung besetzt (B) | 4 | Umleitung bei Besetzt auf das Handy des Inhabers. |
| Außentermin oder Baustelle (A) | 6 | Ein Weg, der Anrufe auch annimmt, wenn im Betrieb niemand abnehmen kann, etwa Telefonservice oder KI-Telefonassistent. |
| Pause oder Feierabend (P) | 3 | Ansage mit Zeiten und zweitem Kontaktweg, Umleitung nach Zeitplan. |
| Außerhalb der Telefonzeiten (Z) | 4 | Wie bei Pause und Feierabend. |
| Unklar (U) | 1 | Beobachten und in der nächsten Woche erneut zählen. |
Die übrigen Zählwerte der Woche:
- Von den 18 Anrufen waren 8 neue Anfragen, 7 kamen von Bestandskunden und 3 waren sonstige Anrufe.
- Auf der Mailbox hinterließen 6 Anrufer eine Nachricht.
- Beim Rückruf erreichte der Betrieb 7 der 8 neuen Anfragen. Bei 5 war das Anliegen noch offen, 2 Anrufer hatten schon einen anderen Betrieb gefunden.
- Aus den 5 offenen Anfragen wurden 2 Aufträge.
Die meisten Anrufe, 13 von 18, fielen in Zeiten, in denen niemand abnehmen konnte (A, P und Z). Eine bessere Verteilung im Team hilft hier nicht. Für die 4 Anrufe bei besetzter Leitung kommt eine Umleitung bei Besetzt infrage, sofern am Ziel jemand abnimmt. Von den 7 erreichten neuen Anfragen gingen 2 an einen anderen Betrieb, das sind gut jede vierte.
Eine Woche ist eine kleine Stichprobe. Schwanken die Zahlen stark, zähle eine zweite Woche.
Was ein verpasster Anruf wert ist
Mit den Zahlen vom Blatt schätzt du den Wert selbst. Studienwerte aus anderen Branchen passen selten zu deinem Betrieb. Die Formel braucht fünf Größen.
Verpasste neue Anfragen je Woche
Zeilen mit Anrufart N auf dem Blatt.
Wochen je Monat
4,33, also 52 Wochen geteilt durch 12 Monate.
Verlustanteil
Anteil der erreichten neuen Anfragen, die beim Rückruf schon woanders erledigt waren.
Abschlussquote
Anteil der noch offenen Anfragen, aus denen ein Auftrag wurde. Alternativ zählst du, wie viele der neuen Anfragen aus den letzten Monaten zu Aufträgen wurden.
Rohertrag je Auftrag
Umsatz minus Material und Fremdleistungen. Ziehst du zusätzlich die Arbeitszeit ab, rechnest du noch vorsichtiger. Nimm nicht den Umsatz.
Wert je Monat = verpasste neue Anfragen je Woche × 4,33 × Verlustanteil × Abschlussquote × Rohertrag je Auftrag
Die folgenden Beispiele sind Rechenannahmen, keine gemessenen Kundenwerte. Der Elektrobetrieb aus der Beispielwoche rechnet mit 8 verpassten neuen Anfragen je Woche, einem Verlustanteil von 29 % (2 von 7, gerundet), einer Abschlussquote von 40 % (2 von 5) und 250 € Rohertrag je Auftrag.
Verpasste neue Anfragen je Monat
8 × 4,33 = 34,64
Davon an einen anderen Betrieb verloren
34,64 × 0,29 = 10,05
Davon wären Aufträge geworden
10,05 × 0,40 = 4,02
Rohertrag dieser Aufträge
4,02 × 250 € = 1.005 €
Im Beispiel entgehen dem Betrieb damit gut 1.000 € Rohertrag im Monat. Das Ergebnis zeigt eine Größenordnung. Rechne mit deinen Zahlen dreimal, vorsichtig, mittel und hoch, und sieh dir an, wie weit die Ergebnisse auseinanderliegen.
Teile dann die monatlichen Kosten des gewählten Wegs durch den Rohertrag je Auftrag. Das Ergebnis sagt, wie viele Aufträge dieser Weg im Monat halten muss, damit er sich rechnet. Beim KI-Telefonassistenten im Tarif Start sind das im Beispiel 99 € ÷ 250 € = rund 0,4 Aufträge im Monat (99 € netto bei monatlicher Zahlung, ohne die Kosten der Umleitung beim Telefonanbieter).
Ob ein Weg bei dir Aufträge hält, hängt von deinem Betrieb ab. Eine Zusage über deinen Umsatz machen wir nicht.
Welcher Weg passt zu deiner Lage?
| Deine Lage | Erster Schritt | Wenn das nicht reicht |
|---|---|---|
| Du bist allein und oft beim Kunden | Ansage mit zweitem Kontaktweg und eine Rückrufliste mit zwei festen Rückrufzeiten. | Telefonservice oder KI-Telefonassistent, wenn dein Blatt viele neue Anfragen zeigt. |
| Zwei bis drei Leute, Anrufe kollidieren | Gruppenruf oder Umleitung bei Besetzt. | Eine Telefonkraft für die Spitzenzeiten. |
| Anrufe fallen in Pausen und nach Feierabend aus | Umleitung nach Zeitplan und Ansage mit Zeiten. | Telefonservice oder KI-Telefonassistent für die Zeiten ohne Personal. |
| Viele Anrufe am Tag | Telefonanlage mit Gruppenruf, dazu eine Telefonkraft. | KI-Telefonassistent im Tarif Team (für Betriebe mit 20 bis 100 Anrufen am Tag). |
| Dringende Fälle wie Wasserschaden oder Heizungsausfall | Ansage mit der Nummer des Bereitschaftsdienstes. | KI-Telefonassistent, der auf ausdrücklichen Wunsch des Anrufers weiterleitet. Was er dabei übernimmt, steht im Abschnitt „Was der Assistent am Telefon macht und was nicht“. |
Wann ein KI-Telefonassistent passt
Ein KI-Telefonassistent passt, wenn dein Blatt viele Anrufe zeigt, bei denen niemand abnehmen kann und die Anrufer keine Nachricht hinterlassen. Bei quoroAI® richten wir ihn für deinen Betrieb ein und betreuen ihn.
Anrufe zum Assistenten umleiten
Anrufe leitest du zum Assistenten um, zum Beispiel bei Besetzt, nach einer Wartezeit oder außerhalb deiner Telefonzeiten, je nachdem, was dein Anschluss erlaubt. Deine Rufnummer bleibt unverändert.
Die Umleitung stellst du selbst ein, oder wir richten sie mit deinen Zugangsdaten ein. Beim Telefonanbieter kann sie Kosten verursachen. Wie die Umleitung für deinen Anschluss aussieht, erklärt der Ratgeber Rufnummer weiterleiten und behalten. Wie der Assistent als Anrufbeantworter arbeitet, beschreibt die Seite KI-Anrufbeantworter.
Was der Assistent am Telefon macht und was nicht
Der Assistent geht ran, sagt zu Beginn jedes Gesprächs, dass er eine KI ist, und fragt nach Anliegen, Name und Rückrufnummer (der angezeigten oder einer anderen). Eine andere als die angezeigte Nummer liest er zur Kontrolle zurück. Nach jedem Anruf bekommst du eine Zusammenfassung per E-Mail.
Er versteht nicht jeden Namen und jede Nummer. Deshalb testen wir schwierige Fälle vor dem Start. Auskünfte gibt der Assistent nur aus Wissen, das du freigegeben hast. Weiß er etwas nicht, sagt er das und nimmt die Frage auf. Ein Gespräch dauert höchstens 10 Minuten, gesprochen wird Deutsch.
Er nimmt rund um die Uhr an, und du legst fest, was nachts passiert. Wie viele Anrufer er gleichzeitig bedient, hängt vom Tarif ab: Im Tarif Start sind es bis zu 2 Gespräche, im Tarif Team bis zu 5. Eine Verfügbarkeitsquote sichern wir nicht zu.
Der Assistent sagt nur zu, was du freigibst, und nennt von sich aus keine Rückrufzeit. Nach der Aufnahme bestätigt er, dass die Nachricht beim Team ist. Ob und wann zurückgerufen wird, entscheidet dein Team. Preise nennt er als Auskunft aus freigegebenem Wissen, Zusagen zu Preisen und Fristen macht er ohne Freigabe nicht.
Auf ausdrücklichen Wunsch des Anrufers leitet er nach deinen Regeln weiter: an Personen aus deiner Liste, jede Person und jedes Ziel mit eigenem Zeitplan, verteilt nach Zuständigkeit. Meldet sich dort niemand, nimmt er die Nachricht auf. Einen Notruf ersetzt er nicht.
Termine im Outlook- oder Google-Kalender
Termine bucht der Assistent im Outlook- oder Google-Kalender (Microsoft 365 oder Google). Du gibst dafür den Zugriff auf deinen Kalender einmal frei, den Rest machen wir. Bei Microsoft 365 erledigt das der Administrator deines Kontos.
Der Assistent bietet 2 bis 3 freie Zeiten an und bucht nach dem ausdrücklichen Ja des Anrufers. Terminarten haben eine eigene Dauer, zwischen den Terminen liegen Pausen, und auf Nachfrage bucht er bei einer Wunschperson. Gebuchte Termine verschiebt oder sagt er am Telefon ab, Bestätigung und Erinnerung gehen per E-Mail an den Anrufer. Wer keinen Kalender anbindet, bekommt Terminwünsche per E-Mail.
Kosten und Hörprobe
Der Tarif Start kostet 89 € netto im Monat bei Jahreszahlung oder 99 € netto bei monatlicher Zahlung und enthält 1.100 Gesprächsminuten im Monat. Jede Minute darüber kostet 0,12 € netto. Mehrminuten berechnen wir nur bis zu einer Obergrenze, die du festlegst.
- Bei monatlicher Zahlung ist der Vertrag jederzeit in Textform zum Monatsende kündbar. Jahreszahlung: 12 Monate Laufzeit zum günstigeren Monatspreis, im Voraus berechnet.
- Einrichtung durch uns: immer 0 €.
- Angebot ausschließlich für Unternehmen. Alle Preise netto zzgl. Umsatzsteuer.
Alle Tarife stehen unter Preise und Leistungen.
Wie der Assistent klingt, hörst du in der kostenlosen Hörprobe mit deiner Website. Sie ist noch nicht dein eingerichteter Assistent.
Muss ein Betrieb telefonisch erreichbar sein?
Eine allgemeine Pflicht, zu bestimmten Zeiten ans Telefon zu gehen, gibt es für Betriebe nicht. Pflichtangaben zur Erreichbarkeit gibt es trotzdem.
Wer eine Website geschäftsmäßig betreibt, muss im Impressum Angaben machen, die eine schnelle elektronische Kontaktaufnahme und eine unmittelbare Kommunikation ermöglichen, einschließlich der E-Mail-Adresse (§ 5 Abs. 1 Nr. 2 DDG). Eine Telefonnummer nennt die Vorschrift dort nicht ausdrücklich.
Die Vorschrift setzt die E-Commerce-Richtlinie 2000/31/EG um. Dazu hat der Europäische Gerichtshof entschieden: Neben der E-Mail-Adresse muss ein weiterer Weg für schnelle und unmittelbare Kommunikation angegeben sein, der nicht zwingend eine Telefonnummer sein muss (Urteil vom 16.10.2008, C-298/07).
Gegenüber Verbrauchern gilt mehr. Bei Verträgen im Fernabsatz und außerhalb von Geschäftsräumen muss der Unternehmer dem Verbraucher seine Telefonnummer und seine E-Mail-Adresse mitteilen (Art. 246a § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 EGBGB). Wie schnell jemand abnimmt, regeln diese Vorschriften nicht.
Für einzelne Branchen und Verträge können weitere Pflichten gelten, zum Beispiel zugesagte Bereitschaftszeiten. Frage im Zweifel deine Kammer, deinen Verband oder eine Rechtsberatung.
Orientierung zum Wortlaut der Vorschriften und zum Urteil am Abrufdatum, keine individuelle Rechtsberatung.
- § 5 Digitale-Dienste-Gesetz (DDG): Allgemeine Informationspflichten (öffnet in neuem Tab) · Abruf: 21.10.2026
- Art. 246a § 1 EGBGB: Informationspflichten (bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen und Fernabsatzverträgen mit Verbrauchern) (öffnet in neuem Tab) · Abruf: 21.10.2026
- EuGH, Urteil vom 16.10.2008, Rechtssache C-298/07 (Verbraucherzentrale Bundesverband gegen deutsche internet versicherung) (öffnet in neuem Tab) · Abruf: 21.10.2026
Sieben Schritte für diese Woche
Rufe deine Hauptnummer von einem fremden Handy an
Achte darauf, wo es klingelt, wer abnimmt und was bei Besetzt passiert.
Prüfe, ob eine alte Umleitung läuft
Eine Umleitung vom letzten Urlaub fällt erst auf, wenn du sie suchst.
Höre deine Ansage an
Prüfe, ob sie Betrieb, Grund, eine klare Bitte und einen zweiten Kontaktweg nennt.
Gleiche die Zeiten an
Ansage, Website, E-Mail-Signatur und Firmeneintrag in Karten und Suchmaschinen nennen dieselben Telefonzeiten.
Lege Rückrufzeiten und eine Zuständigkeit fest
Zwei feste Zeiten am Tag und eine Person, die zurückruft.
Plane die Vertretung für den nächsten Urlaub
Trage Umleitung oder Vertretung ein, dazu einen Termin zum Zurückstellen.
Starte das Erfassungsblatt
Eine Woche zählen, dann rechnen und den Weg wählen.
Genannte Marken gehören ihren jeweiligen Inhabern. Keine Partnerschaft.